Les trois cochons
Am Vorabend der reboot11 wollten wir es uns noch etwas gemütlich machen, da klar war: wir würden das Schiff zur WarmUp Party verpassen. Also durchforstete Roland Stadtmagazine und das Internet nach Restaurants in Kopenhagen Vesterbro, wo auch unser Hotel war. Schliesslich reservierte er im “Les trois cochons” wie der Name schon suggeriert: französische Küche.
Von draussen unscheinbar, ist die Brasserie innen schlicht und geschmackvoll eingerichtet, augenfällig ist ein langer, hoher Tisch, an dem man wie an einer Bar von beiden Seiten sitzt. Wir entschieden uns aber lieber für einen kleinen, “ganz normalen” Tisch auf der anderen Seite des Restaurants. Erst später fielen mir noch weitere Räume auf, die seperat liegen und für unterschiedlich große Gruppen geeignet sind … sehr gemütlich.
Konzept: Die Gäste wählen ihr 3-Gänge-Menü (275 kr) aus je 3 Gerichten. Bei einigen wird ein Aufschlag (wohl für besondere Zutaten) berechnet. Wir nahmen:
- Weisser Spargel mit Krabben, Roggenbrot und Kresse (50 kr Aufschlag)
- Lammkottlet mit Fenchel und Tomaten
- Créme Brülée und Rhabarbersorbet
- Hummersuppe
- Entrecóte vom dänischen Kalb mit grünen Tomaten, Kartoffelpüree, Knoblauch und Rotweinsauce (50 kr Aufschlag)
- Dänische Erdbeeren, Eis mit Nüssen und Sahne
- Dazu einen schönen Bodega Norton Reserva, Malbec 2005 und Aqua Panna.
Vorab kam ein kleiner Laib absolut köstlichen Fenchelbrotes, rustikal auf einem Brett mit einem Brotmesser und einem Töpfchen Butter. Wir haben tatsächlich das ganze Brot vertilgt, so lecker!! Es folgte jeder Gang recht zügig und durchaus überraschend angerichtet: einige kurze Spargelstücke aufrecht gestellt mit je einem balancierendem Stück Vollkornbrot, Krabbe oder Kresse, drum herum sehr viele Krabben und im Extra-Schälchen ein grandioser Dip.
Fleisch und Gemüse waren auf den Punkt und nicht zu lange gegart. Durchweg schmeckte alles sehr gut, lediglich das Lamm war etwas zurückhaltend gewürzt, so daß ich mir die Pfeffermühle bringen lies. Die Créme Brülée mit Rhabarbersorbet war ein Traum … Und die nächste Überraschung: das “Eis mit Nüssen” kam als selbstgemachtes, noggerähnliches Eis am Stiel … das zeugt von Humor.
Die Bedienung verhielt sich angenehm zurückhaltend und gab auf Nachfrage freundlich Auskunft zu Fragen bezüglich der Zutaten: “Was ist in dem leckeren Brot?” Allerdings beobachteten wir etwas verdutzt wie eine Thermoskanne mit Kaffee zum Nebentisch getragen wurde … später lernten wir das dies in Dänemark nach dem Essen üblich zu sein scheint. Dennoch verzichteten wir und bestellten lieber Espresso, der war denn auch vorzüglich.
Ach ja, die Adresse ist: Vaernedamsvej 10, 1619 Kobenhavn Vesterbro. Diese symphatische Brasserie solltet ihr auf jeden Fall beim nächsten Kopenhagen Besuch einplanen und vorher reservieren.

